Comics KW 30 & 31

Die nächte Lieferung von 2 Wochen vom T3. Flashpoint wird wieder einzeln besprochen und daher das Comic der Woche mal wieder ein Fraction.



Kirkman schreibt Liefeld diese Serie auf den Leib. Es ist keine hohe Comickunst, sicher nicht anspruchvoll und letztendlich mehr vom dem was man sowieso schon von Liefeld kennt. Ob der Zeitreisende nun Cable, Prophet oder Bowen heißt ändert nur wenig an der Story, allerdings schafft Kirkman es sehr wohl alles ein wenig interessanter zu gestalten und auch die Zeichnungen von Liefeld sind okay… wenn man seinen Stil mag. Alles in allem zwar wohl eher für Nostalgiker aber für die durchaus lesenswert.
7/10



Alan Moore. Der Name alleine stand Jahrzehntelang für hochwertige Comicunterhaltung und -kunst. Das scheint aber nicht mehr der Fall zu sein. Wo bisher die Liga der außergewöhnlichen Gentleman viele, durchaus interessante, Konzepte und Referenzen vorwies so ist das spätestens bei diesem Comic nur noch Makulatur. Die Referenzen auf Literatur und TV sind größtenteils zu obskur um von dem Großteil der Leser verstanden zu werden. Dummerweise ist die Story selbst zu generisch um die Qualität des Gesamtwerkes anheben zu können. Der einzig wirklich interessante Punkt, das Problem des „Reifens“ bei Unsterblichen wird so kurz angesprochen das es nahezu untergeht. Auch die durchaus passenden Zeichnungen von O’Neil können da nichts mehr retten.
5/10



Obwohl mit ein Dr. Fate Retroactive von Martin Pasko wesentlich besser gefallen hätte, habe ich mir sein Superman Heft angetan und war dann auch selbiges. Auf sehr interessante Weise wir das Problem der „Unbesiegbarkeit“ von Superman umgangen, diverse zwischenmenschliche Beziehungen angesprochen und eine durchaus amüsante Geschichte erzählt. Ich war bisher kein Superman Fan und diese Story hat mich auch zu keinem gemacht, aber ein Stück weit mehr zu einem Pasko Fan. Das hier das Artwork einfach stimmig war hat sicher auch zu der Punktzahl beigetragen.
7/10



Diesmal geht das Heft mehr auf den Superman Teil ein als auf „Subject Zero“ wir das noch in der ersten Ausgabe der Fall war. Das Zusammentreffen zwischen Superman und Lois Lane und die komplette Konstellation mit ihr und ihrem Vater macht dieses Heft durchaus interessant. Scott Snyder kann mich immer mehr begeistern weil er die Spagat zwischen Action und Emotionen sehr gut schafft. Die Zeichnungen sind okay, aber die „guten“ Zeichner arbeiten ja schon an den neuen Serien.
7/10



Das soll Tomasi geschrieben haben? Ein solche relativ flache Story mit einem „unbesiegbaren“ Monster das zufällig gerade jetzt entkommt? Ich denke er stand da doch arg unter Zeitdruck. Der emotionale Faktor ist gleich Null wenn man schon zu Beginn ahnen kann das die Rekruten vielleicht nicht so heil aus der Sache raus kommen. Auch die Guy Sprüche wirken nicht so spritzig wie normal. Das Artwork hingegen ist von der „normalen“ Qualität.
5/10



Oops, da lässt Kyle so kurz vor dem Relaunch doch noch die Bombe platzen das er nicht Soranik sondern Jade gesehen hat als Miri Star Saphirre ihnen ihre wahre Liebe zeigte. Das dies auf Dauer nicht gut gehen kann und sicher auch nach dem Relaunch noch ein Thema sein wird ist so gut wie sicher. Bedard nutzt hier auch sehr bekannte Plots und man merkt das er ein wenig unter Zeitdruck stand, aber die Story ist dennoch ein wenig besser wie die in Emerald Warriors.
6/10



Auf seiner Suche nach dem Swamp Thing ist Constantine in Metropolis angekommen und versucht die Hilfe von Superman zu „rekrutieren“. Natürlich alles zum „Wohle der Menschheit“ und total „uneigennützig“. Vankin ist sicher kein Peter Milligan aber dennoch schafft er es unseren Magier recht passend darzustellen. Beim Artwork bin ich weniger zufrieden, aber auch hier gilt wahrscheinlich das die besseren Zeichner schon am Relaunch arbeiten.
7/10



Das Comic wirkt mehr wie ein Challengers of the Unkown Heft denn wie eins der JSA. Die Story an sich ist ebenfalls nicht wirklich innovativ und jeden Moment erwartet man das Conan oder Thoth Amon auftaucht. Ich hoffe inständig das im letzten Heft noch einiges erklärt wird und Guggenheim zumindest die Chance bekommt die wichtigsten Punkte seiner Geschichte zu beenden. Da Ordway beim Relaunch nicht direkt ein Heft hat konnte er hier nochmal sehr gute Arbeit abliefern, was ein wenig über die doch schwache Story hinweg tröstet.
7/10



Der Krieg zwischen Newton und da Vinci pausiert nach dem Eingreifen von Michelangelo und auch die Rückkehr von Howard Stark und Nathaniel Richards, zusammen mit Nicola Tesla sorgt für weitere Verwirrung. Es wird offensichtlich das Newton einen Plan hat, aber noch nicht welchen. Hickman und Weaver nehmen einen mit auf einen durchaus interessanten Streifzug durch das Marvel Universum mit einer Menge Anspielungen auf tatsächliche Religion und Wissenschaft, bzw. die Tatsache das beide oftmals nicht so weit voneinander entfernt sind.
8/10



Nachdem das mit dem Aufhalten vom durch den Hammer stärkeren Juggernaut im letzten Heft nicht so wirklich funktioniert hat, sammeln sich die Thunderbolts jetzt wieder und schon kommt die nächste Katastrophe auf sie zu. Diesmal steckt jemand dahinter der bereits eine lange Geschichte mit den Thunderbolts hat und man fragt sich ob es nicht einen oder mehrer Verräter im Team gibt. Vom Artwork bin ich ein wenig enttäuscht, aber Kev Walker kommt ja wieder. Ansonsten ist es gute Unterhaltung von Jeff Parker und die Spannung wächst.
7/10



Mitten im Kampf gegen das Thing greifen ein alter und ein neuer Feind des roten Hulks in das Geschehen ein. Da die beiden aber nicht nur hinter Hulk her sind sondern auch eine „bessere“ Welt wollen, was immer auch Leute wie Zero/One und M.O.D.O.K darunter verstehen, stellen sie sich gegen die Invasoren von Sin und sind von da am beste Freunde. Das kann nichts gutes für Hulk bedeuten. Parker verbindet hier interessant alte mit neuen Charaktere und die Geschichte um den roten Hulk bleibt weiter spannend und interessant.
8/10



Das „Point One“ Heft dreht sich mal wieder um Palmer Addley und einen weiteren Anschlag mir seiner Technik. Der Anschlag wird natürlich verhindert… oder? Spencer verbinden hier Superhelden, Spionage und Weltpolitik auf ser interessante Art und Weise und ich warte schon gespannt auf die Fortsetzung der Palmer Addley Story. Die Zeichnungen von Kano sagen mir hier nicht so zu, die haben in das Post-Apokalyptische Setting von Iron Man 500 besser gepasst.
7/10



Was ist mit Cho passiert? Die Zeichnungen sind zum Teil okay, aber zum Teil wirkt Cyclops zu dünn, Wolverine zu seltsam und Emma lange nicht sexy genug. Zudem frage ich mich was es mit dem doch sehr jugendlichen Hellfire Club auf sich hat. Jason Aaron wurde ja sehr gelobt, aber das hier wirkt für mich doch sehr seltsam. Vielleicht wird das aber alles noch zu meiner Zufriedenheit erklärt.
6/10



Ein Heft über den Comictod und den lockeren Umgang damit. Auch hier kann Spencer ein interessantes Comic abliefern das bis auf Rückblenden komplett aus „Talking Heads“ besteht die ja auch so schlecht sind. Spencer beweist das pure Dialoge durchaus tiefgründig sein können und sich fesselnd lesen. Das dieses Heft Gene Colan gewidmet ist gibt dem ganzen nochmal mehr Gewicht.
8/10



Odin gegen Galactus, Thor gegen Silver Surfer. Der Kampf des Jahrzehnts der auf einer Ebene statt findet die jenseits des „Normalen“ ist. Die Kombination auf Fraction und Coipel funktioniert hier sehr gut. Ich hatte mir mehr von dem erhofft was Fraction mit seinen ersten Arbeiten an Thor gezeigt hat, aber das hätte nicht wirklich gut in eine monatliche Serie gepasst die fest im Marvel Universum verankert sein sollte. Das hier ist episch auf eine andere Art und Weise. Das Loki zwischendrin trickst und täuscht um seinem Bruder zu helften und Volstaag seinen „Kreuzzug“ gegen die Bürger von Broxton vorbereitet macht das alles noch lesenswerter.
8/10


2 Gedanken zu „Comics KW 30 & 31

  1. El Tofu sagt:

    5 Punkte für die Gentleman find ich sogar noch nett. Visuell macht das ja schon was her aber Herr Moore da zusammengeschreibselt hat ist mal echt übel.

  2. Starocotes sagt:

    Stimmt, hier wollte ich doch noch was schreiben 😉
    Also LoeG macht ja primär durch die Referenzen Sinn und die sind hier auch vorhanden und eigentlich auch okay, wenn sie nicht so überaus obskur wären. Die Filme und TV Folgen kann man unmöglich alle geschaut und behalten haben.

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