The Changer #1 und #2

coverart-669x1024Als ich das erste Mal von „The Changer“ hörte war es für mich ein weiteres Fanprojekt das vielleicht „ganz nett“ aber sicher nicht wert ist das man dafür Geld ausgibt. Da ich sowieso mehr der „Mainstreamnerd“ bin und mich Indie-Sachen weniger interessieren, habe ich einen weiten Bogen drum rum gemacht. Auch das Artwork das ich zu sehen bekam hat mich nicht sonderlich überzeugt.

Umgestimmt wurde ich primär von der Tatsache das die erste Ausgabe jetzt auch auf ComiXology verfügbar ist. Da man sich ja aus dem Paniniforum kennt wollte ich den Jungs ein wenig unter die Arme greifen und habe den Chef von ComiXology, David Steinberger, auf das Heft aufmerksam gemacht. Jetzt musste ich das Heft aber auch lesen und da ich die Sachen lieber in der Originalsprache lese habe ich dann bei Plem Plem direkt die ersten beiden Ausgaben bestellt.

Artwork
Das Artwork ist gut. Nicht überragend aber ich habe z.B. bei Zenoscope schon schlechteres gesehen und die Hefte haben eine höhere Auflage. Was mich positiv überrascht hat, war die Qualität des „Storytellings“. Das was ein Comic ausmacht, das erzählen mit Bildern, erledigt Thomas Wagner mit seinen Zeichnungen, Alfonso Pinedo als Tuscher von Heft 2, und Dennis „Bouncie D.“ Lehmann als Colorist hervorragend. Es ist immer klar was passiert, die Spannung wird gehalten und hier kann sich sogar der eine oder andere professionelle Zeichner (ja, Greg Land ich meine Dich) eine Scheibe abschneiden.
Was zudem auffällt ist die Tatsache, das sich alle bei der Nummer 2 deutlich verbessert gaben!

Story
Der Plot der Geschichte ist spannend und neu, wobei man eindeutig Einflüsse von z.B. Spawn, X-Files und ähnlichen Storys erkennen kann. Angenhem fällt auf das „The Changer“ auf länger ausgelegt ist und ich bin sicher das noch einige interessante Wendungen auf einen warten. Hier betreibt Christoph Kloiber ein sehr gutes „Worldbuilding“, kleine Andeutungen wecken die Neugier mehr von den Geschehnissen um Jacob Dillon erfahren zu wollen.

Fazit
„The Changer“ ist nicht „nur“ ein Fanprojekt, es ist ein Comic das alle Eigenschaften eines professionellen Indie-Comics hat. Vor allem bin ich durch Geschichte und Präsentation zu einem Fan geworden. Ich kann es kaum erwarten bis die Nummer 3 erscheint. Ich hoffe stark das die Jungs immer ein Stück weit erfolgreicher werden und so vielleicht ein monatliches Heft schaffen? Zu wünschen wäre es jedenfalls.

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