Willkommen 2008

So, da isses nun, das neue Jahr und hat schon grad die erste Magenverstimmung mit sich gebracht. Das Raclett an Silvester wurde an Neujahr dann vervollständigt und nun gehts mir so richtig schlecht. Selbst der selbsgebrannte Slibovitz der sich noch im Keller befand hat nicht so richtig geholfen. Was wird das neue Jahr wohl so bringen? Auf jeden Fall viele Veränderungen da unser Sohn auf die Welt kommen wird, Johanna das erste Mal in den Kindergarten gehen wird und die Arbeit auf der Arbeit nicht weniger wird.
Ansonsten erhoffe ich mir ein paar Kleinigkeiten: Das ich mir klar darüber werde wie ich mit „meinen“ Problemen in der Gemeinde umgehen soll, eine andauernde Dr. Fate Serie und die Möglichkeit einige der interessanten Filme die dieses Jahr ins Kino kommen auch im Kino sehen zu können. Natürlich wünsche ich mir auch eine weitere World Series für die Red Sox.

Weihnachtsnachlese

Ich lebe noch! Nach den sowohl nervlich als auch verdauungtechnisch anstrengenden Tagen bin ich heute mal wieder auf der Arbeit und führe dringend notwendige Servicearbeiten durch. Alles in Allem haben wir die Feiertage doch ganz gut überstanden und uns mal wieder vorgenommen Weihnachten nächstes Jahr ausfallen zu lassen. Wen es interessiert, ich habe Alex eine Buch (Die Brautprinzessin) sowie Crocs (in falscher Größe und Farbe) geschenkt und sie mir eine DVD (From Hell) und ein Comic (Das hier, aber zu einem vernünftigen Preis), was aber dummerweise noch nicht angekommen ist. So haben wir beide was worauf wir uns auch nach Weihnachten noch freuen können.

Frohe Weihnachten?

Hatte ich schonmal erwähnt das ich Weihnachten hasse? Das X-Mas, wie es Neudeutsch heißt ja zu einem Kommerztrubel verkommen ist, ist sicher nichts neues, aber irgendwie war das bei mir schon damals ein Problem als ich das noch nicht so erkannt hatte. Die Hektik die überall herrscht und vor der man sich auch einfach nicht drücken kann weil Erwartungen an einen gestellt werden nimmt mir jede Freude am Weihnachtsfest.

Trotzdem war heute Nachmittag irgendwie schön. Als der Baum endlich stand, das Essen auf dem Tisch war und so langsam Ruhe einkehrte konnte auch ich mich nicht ganz vor der Feiertagsstimmung drücken. Leider haben wir es nicht mehr in den Gottesdienst geschaft, aber da war uns einfach die Ruhe wichtiger als dann wieder Stress zu machen. Morgen ist schliesslich auch Gottesdienst.

Wie starrköpfig kann man sein?

Und jetzt weis ich nicht ob ich mich oder „die Anderen“ meine. In unserer Gemeinde ist aktuelle die Frage aufgekommen ob Frauen in die Gemeindeleitung gewählt werden dürfen. Dies hat in mir ein neues Nachdenken über mein Bibelverständnis erweckt. Die Tatsache das in der FeG Herborn keine Frauen in der Gemeindeleitung sein dürfen war mir zwar bekannt aber wirklich beschäftigt habe ich mich mit diesem Thema nicht. Nun da ich dies intensiver getan habe muss ich feststellen das mein Bibelverständniss scheinbar stark dem wiederspricht was in meinen Augen in der FeG Herborn gelebt wird.

Ich glaube fest daran das die Bibel von Gott nicht diktiert sondern inspiriert wurde, aber von Menschen, die in einer bestimmten Zeit lebten und daher nur einen begrenzten Horizont haben konnten, geschrieben wurde. Diese Menschen haben alles was sie aufschrieben immer nur in eine Situation hinein geschrieben. Die allgemeingültigen Aussagen (Gott hat die Welt erschaffen, Jesus ist für unsere Sünden gestorben, man kann nur durch Jesus zu Gott kommen, u.s.w.) werden immer wieder wiederholt und niemals zweideutig oder missverständlich ausgedrückt. Andere Punkte werden zum Teil nur am Rande erwähnt oder wiedersprechen sich zum Teil auch. Hier ist es für mich eindeutig das der Autor dort aus seiner Sicht heraus eine bestimmte Situation zu klären versucht und zu diesem Zeitpunkt in Gottes Willen und mit seinem Segen.

Die Stellen die wir im Zusammenhang mit der „Frauenfrage“ besprochen haben gehören für mich ganz klar zu der letzteren Gruppe und daher finde ich es fatal aufgrund von Ratschlägen die vor 1960 Jahren an die Gemeinde in Korinth geschrieben wurden (um nur ein Beispiel zu nehmen) heute den Frauen grundsätzlich verboten wird in eine Gemeindeleitung in Herborn gewählt zu werden. Für mich ist gerade diese Entscheidung sehr unbiblisch.da die Bibel uns nicht zu blindem Gehorsam (Dogmatik) sondern zu lebendigem Gehorsam auffordert. Gehorsam der die Liebe untereinander ÜBER das Gesetzt der Schrift stellt.

In der gesamten Diskussion konnte mir keiner eine logische Begründung für den Ausschluss von Frauen aus dem Leitungsdienst geben, es wurde immer nur auf das geschriebene Wort verwiesen und eine solche dogmatische Einstellung wiederspricht meinem Glauben und meiner Vorstellung von Gott.

Mittlerweile hat sich das auch durch ein Gespräch mit unserem Pastor und mit einigen guten Freunden ein wenig relativiert, aber trotzdem stelle ich mir die Frage ob meine Ansicht falsch ist und ich starrköpfig bin, oder ob es halt „die Anderen“ sind die alles falsch sehen. Letzendlich denke ich das nicht beide recht haben können. Ich bin auch der Meinung das man bei Punkten die in der Bibel nicht zu 100% klar sind (und nicht heilsrelevant sind) unterschiedliche Meinungen vertreten kann, wenn aber diese Meinung nicht nur Einfluss auf einen selbst hat, sondern auch anderen vorschreibt was sie zu tun oder zu lassen haben wird das ganze kompliziert.

Ich denke hierzu wird es noch den einen oder anderen Blogeintrag geben.

Christliche Anmaßung?

Was mir mal wieder bei dem Kommentar zu den Killerspielen aufgefallen ist, ist das Christen (also mich eingeschlossen) unterbewußt Ihre Lebensweise allen anderen aufdrängen wollen. Ich denke das dies grundsätzlich falsch ist. Jesus hat nicht gesagt: „Zwingt alle Leute so zu leben wie ich es euch gelehrt habe!“ sondern er hat uns gesagt wir sollen allen mit Liebe begegnen. Mal davon abgesehen das ich in einem Killerspiel das von einem mündigen Erwachsenen gespielt wird potentiell die selbe Gefahr sehe wie in einem Schachspiel (Kommentare hierzu bitte zum dem anderen Blogeintrag) kann ich es aus meiner christlichen Sicht nicht für gut heißen das man generell solche Sachen verbieten sollte weil MEIN Glaube das anders sieht. Das Problem wird bei homosexuellen Partnerschaften deutlicher. Ich kann nicht verstehen das eine christliche Kirche solche Partnerschaften die eindeutig gegen Gottes Gebot sind segen will, ich finde es aber auch falsch diese gesetzlich zu verbieten oder zu benachteiligen. Eine christliche Lebensweise durch Gesetzte erzwingen zu wollen ist so ziemlich das Dümmste was man machen kann.

Zwei Seiten einer Medallie?

Es gibt zwei Amerikaner über die ich mich zur Zeit regelmäßig informiere weil ihr Beruf mit einem meiner Hobbies zu tun hat. Dies ist zum Einen Curt Schilling, Pitcher für die Red Sox und zum Anderen Steve Gerber, Comicschreiber und Autor der aktuellen Dr. Fate Serie die in Countdown to Mystery veröffentlicht wird. Beide scheinen mir von Ihren Äußerungen total unterschiedliche Personen zu sein aber von beiden denke ich das ich ihren Character mag. Was mich etwas verwirrt sind die Unterschiede in Glaubens- und Politikfragen.

Curt Schilling ist bekennender Christ und hält damit auch nicht hinterm Berg. Er betet for jedem Spiel und auch sein Blog hat immer mal wieder Einträge die in meinen Augen sein Christsein auch gut bezeugen. Allerdings ist er auch Anhänger der Republikaner und der Meinung das der „Krieg gegen den Terror“ das wichtigste ist was es zur Zeit zu bewältugen gibt. Er hat offen seine Unterstützung dem Republikanischen Präsidentschaftskanidaten John McCain zugesagt, der auf seiner Webseite doch recht eindeutig Stellung zum Thema Irak Krieg und der Sicherheit bezieht und damit in das selbe Horn bläßt wie auch Georg W. Bush, wenn auch auf nicht ganz so triviale Weise.

Steve Gerber ist eine Art Atheist, oder zumindest sicher kein Christ. Allerdings ist seine politische Einstellung sehr viel mehr nach meinem Geschmack. Er unterstützt die Demokraten (aber auch nicht ohne vorbehalt) und ist der Meinung das den Amerikanern Stück für Stück die Freiheit genommen wird die wirklich wichtig ist.

Mich jedenfalls überrascht es wie unterschiedlich Leute sein können die mich interessieren. Mich freut es zudem zu sehen das Amerikaner nicht immer einem vorgefertigten Muster entsprechen müssen.

Aufgenommen.

So, gestern war es soweit, ich bin nun offiziell und ganz richtig Gemeindemitglied in der FeG Herborn. Es ist schon seltsam wie schnell ich mich dort zu Hause fühle und wie auch die anderen Gemeindemitglieder dafür sorgen das dem so ist. Jetzt bleibt nur die Frage offen wie ich mitarbeiten kann, aber ich denke da wird der Gemeindeleitung schon was einfallen.