Phonogram Rue Britannia

001 Phonogram Rue BritanniaDas Kieron Gillen zusammen mit Jamie McKelvie einige Meisterwerke abgeliefert hat steht außer Frage. „The Wicked + The Divine“ ist zurecht ein großer Hit und mir persönlich haben ja die Young Avengers von den beiden extrem gut gefallen. Daher sollte ich mir auch mal anschauen was die beiden denn vorher zusammen gemacht haben, und da ist Phonogram ein MUSS.

Die erste Zusammenarbeit der beiden Engländer beschäftigt sich mit David Kohl, einem Phonomancer, also jemanden der durch Music Magie wirken kann. Was auf den ersten Blick an Alan Dean Fosters Bannsänger erinnert ist aber etwas vollkommen anderes. Viele von den Bands und Songs die angesprochen werden sagen mir nahezu NICHTS. Dank Amazon Prime konnte ich mal reinhören, aber für das Verständnis der Story ist das gar nicht notwenig (wenn es auch der Geschichte nochmal eine ganz andere Tiefe verleiht). Die Handlung, und Verweise versteht man auch sehr gut ohne das man die Lieder kennt und die Handlung ist gut und ein wenig auch eine Allegorie auf die aktuellen Comicfans (obwohl das wohl kaum jemand zugeben mag).

Das McKelvie mit seinem klaren Stil das ganze toll umsetzt war schon damals der Fall, immerhin ist das Heft 10 Jahre alt.

Wemm mal mehr Zeit ist stellt ich mir ne Playlist zusammen und lese das ganze nochmal mit der entsprechenden Musik im Hintergrund. Bereut habe ich den Kauf in keinem Fall. Wer Fan von Britpop ist oder zeitgenössischer Musik im allgemeinen sollte in jedem Fall mal hier rein schauen.

Invincible Iron Man #8

013 Iron Man #8Das mir Deodatos Zeichnungen nicht wirklich gefallen hatte ich ja schon mal angemerkt. Nein, schlecht sind die nicht aber für meinen Gesckmack zu düster (was nicht nur am Coloristen, Frank Martin liegt) und zu „fein“. Ich kann es leider nicht besser ausdrücken, aber ich vermute mal es liegt daran das Deodate sich selbst tuscht bzw. an bestimmten Stellen halt nicht.

Die Story ist spannend und witzig, wobei mir Bendis Tony aktuell aber nicht so gut gefällt wie es z.B. bei Fraction der Fall war. Bei Fraction hatte man immer das Gefühl Tony weiß was er da tut. Selbst seine Reaktionen waren bei Fractionen irgendwie vorausgeplant. Bei Bendis wirkt Tony eben nicht wie jemand der alle Szenarien schon durchgespielt und zumindest einen Notfallplan in der Hinterhand hat. Bendis versucht meiner Meinung nach zustark Tony etwas entgegen zu werfen das er nicht kontrollieren kann. Das war schon bei Gillen so, aber selbst da gab es immer noch irgendwo die Idee das Tony am Ende doch derjenige ist der den besten Plan hat.

The Wicked + The Divine #17

034 Wicked + Divine 17Hier erfahren wir etwas mehr über die Herkunft von Sakhmet und hier wirds dann übel. Das sexhungrige Monster das wir bisher kannten wird mehr zu einem echten Monster. Beim ersten Durchlesen hat diese Ausgabe für mich zwei Probleme gehabt:

  1. Die Platzierung der Zeitangaben am Ende in Verbindung mit der Handlung. Bisher war das irgendwie nie ein Problem, diesmal hat mich das aber verwirrt weil ich mich fragte wie die Zeit Diskrepanzen zustande kommen. Natürlich macht es Sinn und die Zeitangaben sind schon seit Ausgabe 1 exakt gleich, aber hier war das für mich irgendwie falsch.
  2. Das Artwork war zu unstetig. Gesichter und sexy Posen waren okay, aber normale Posen – gerade bei Charakteren die nicht Sakhmet heißen – wirkten hölzern … bestenfalls.

Zudem fehlt mir in den letzten Heften die Story. Ich kann verstehen das sich Gillen erstmal auf die Hintergrundinfos zu den einzelnen Mitgliedern des Phanteons konzentriert, aber so langsam will ich mal mehr über den Zusammenhang erfahren. Interessant war aber das Ende und die damit verbundene Tatsache das es im nächsten Heft mit McKelvie und der Handlung wieder richtig weiter geht.

The Wicked + The Divine

WicDiv1Was wäre wenn alle 90 Jahre 12 Götter in Menschen „wiedergeboren“ würden, diese Menschen aber nur noch 2 Jahre zu leben hätten?
Kieron Gillen und Jamie McKelvie werfen diese Frage in „The Wicked + The Divine“ auf und zeichnen ein Bild von Göttern zwischen Pop-Ikonen und verlorenen Seelen.

Unterstützt durch die Farben von Matt Wilson und der Textsetzung von Clayton Cowles wird hier ein Setting geschaffen das durchaus interessant ist, aber primär dazu dient die Figuren lebendig werden zu lassen. Hier liegt die große Stärke von Kieron Gillen und da ich Phonogram noch nicht gelesen habe ist es für mich eine ganz neue Erfahrung.

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