Aion

Aion0003Das soll er also sein, der neue eventuelle WoW Killer aber auf jedenfall AoC Ablöser. Aion, ein MMORPG das ursprünglich aus Korea kommt aber nun, in einer Version die extra für den westlichen Markt angepasst wurde, auch hierzulande gespielt werden kann. Am 25. September soll Release sein aber wer bereits jetzt vorbestellt kann auch jezt schon, in der Beta, einen Einblick in dieses Spiel bekommen.

Da uns beide MMORPG’s sehr interessieren haben wir auch eine Vorbestellung getätigt und dieses Wochenende (sofern das Wetter, die Wäsche und die Kinder dies zuliesen) ein wenig getestet. Im Vollständigen Artikel gibt es nicht nur einiges an Bildmaterial (Achtung dadurch etwas längere Ladezeit) sondern auch meine Meinung und Einschätzung zu dem Spiel.

Start
Mit über einer Stunde Verspätung konnten wir in die Beta einsteigen, was aber wohl eher an dem extrem konzentrierten Ansturm als an einem wirklichen Fehler am Spiel lag. Wir haben die Zeit genutzt um im Teamspeak ein wenig fachzusimpeln. Als dann endlich um ca. 22:15 das Einloggen möglich war haben wir losgelegt.

Charactergenerierung
Bei der Characterauswahl fällt sofort das erste Manko des Spiels ins Auge: Es gibt nur 4 Klassen. Ja, man kann sich mit Level 9 dann für eine von zwei Unterarten entscheiden, aber letztendlich gibt es somit dann 8 Klassen, wovon sich jeweils zwei doch stark ähneln. Eine solch große Vielfalt wie in AoC oder Vanguard wo ist hier also nicht gegeben.
Positiv jedoch ist die sehr große Anpassbarkeit der Charactere. Es gibt alleine über 30 Frisuren und die Regler zur Feineinstellung können bis zu vielen Extremen eingestellt werden. Die Wahrscheinlichkeit das man 2 mal exakt dem selben Character begegnet ist somit sehr unwahrscheinlich.

Grafik
Den sehr oft genannten Kritikpunkt der „schlechten“ Grafik kann ich so nicht teilen. Ja, rein von der „objektiven“ Qualität, bzw. Realitätsnähe ist Aion weit von AoC entfernt, aber die Grafik ist alles andere als wirklich schlecht, zudem passend und stimmig für das Setting und hat zudem den großen Vorteil das sie auch eine große Anzahl an Spielern handhaben kann. Dies wurde bereits nach dem Einloggen offensichtlich, weil man sofort ca. 50 Spieler auf einem Haufen sah und es trotzdem sehr flüssig spielbar war.
Zudem sind die Charactere mehr als nur ansehlich. Es ist ihnen zwar eindeutig ihre asitische Herkunft anzusehen aber sie wirken sehr viel weniger „mangahaft“ als dies bei WoW oder RoM der Fall ist.

Das Interface
Das Interface ist übersichtlich und nur sehr moderat mit Verzierungen ausgestattet. Was ich bisher vom Spiel gesehen habe ist es nicht nötig eine andere UI zu installieren, was es bei Updates natürlich einfacher macht. Zudem kann man einige wichtige Features umstellen (z.B. Ausrichtung der Minimap) so dass man das Spiel individuell auf seine Spielweise anpassen kann.

Quests
Die ersten Quests die man bekommt sind sehr einfach gestrickt und mn muss in keinem Fall die eigentliche Questbeschreibung lesen. Ab und an wird die Questerklärung von einer Zwischensequenz begleitet aber auch hier ist es für das weitere Verständnis nicht nötig das man sich diese ansieht. Wie in MMORPG’s üblich gibt es sehr viele „töte“ bzw. „sammle“ Quests und auch in Aion wird man von Zeit zu Zeit ins nächste Questgebiet geschickt.

Kampf
Der Kampf ist zum Einen absoluter MMORPG Standard. Wer das „aktive“ Kombosystem von AoC gewohnt ist und sich dort zu Hause fühlt wird enttäuscht werden. In Aion gibt es den üblichen automatischen Angriff sowie Spezialngriffe bzw. Zaubersprüche die dann nochmal „Ketten“ auslösen können. Dieses System kennen wir so bereits aus Vanguard, so war die Umstellung kein Problem. Im späteren Verlauf kommen bei den Ketten allerdings optionen hinzu. Selbst Testen konnten wir das noch nicht, aber es ist definitiv im Spiel drin. Man kann sich dann also im Verlauf der Kette entscheiden ob man z.B. mehr Schaden machen oder einen Knockback auslösen möchte. Diese Verzweigung der Ketten gab es meines Wissens bisher noch nicht in einem MMORPG.
Bei den Kampfanimtionen wiederrum kommt die Herkunft aus Asien durch und man fühlt sich bei den etwas übertriebenen Attacken dann doch oft an einen Anime erinnert.
Woran man sich allerdings doch gewöhnen muss, ist das asiatisch-typische Verhalten, das der den „Kill“ zugeschrieben bekommt der den meisten Schaden macht.

Startgebiete
Eins der Probleme die ich für die Zukunft von Aion kommen sehe ist die mangelnde Vielfalt. Die ersten 10 Level absolviert man in einem Gebiet das nur sehr eingeschränkt ist. Dieses Startgebiet ist zwar zwischen den beiden möglichen Fraktionen unterschiedlich aber wenn man die entsprechenden Quests je einmal abgehandelt hat dürfte das Interesse daran stark nachlassen. Man hat also die riesiege Auswahl an Startgebieten wie dies in Vanguard der Fall ist, noch die sehr detailreiche und stimmungsvolle Welt wie es in AoC mit Tortage gegeben ist. Zudem scheint das mir in der aktuellen Version noch sehr linear abzulaufen. Durch die Startgebiete wird man durchgeschleust und muss zum Abschluss dann nochmal kurz zurück und wieder neu durch. Der erste Duchgang ist spannend und interessant, aber ich kann mir nicht vorstellen das beim 2. oder 3. Twink wirkliche Abwechslung aufkommt.

PvP
Alex, die in PvP absolut unerfahren ist hatte kein Problem die beiden ersten Duelle mit ihrer Priesterin zu bestehen. Ich habe keine Ahnung ob dies ein Anzeichen dafür ist das Alex ein Naturtalent ist was PvP angeht oder ob das wirklich so unausgewogen ist. Da Aion ja viel PvP enthalten soll gehe ich mal davon aus das dies ein Zufallstreffer war, aber so ein wenig flaues Gefühl bleibt doch.

Mehr Bilder und ein Fazit folgen dann heute Abend.

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