Batman (2011-) #1 – #10


Da es so einen riesigen Hype um Batman 10 gab und ich mir die ersten beiden Hefte schon in Print geholt hatte, wollte ich dann doch mal in die komplette Story rein schauen. Natürlich hat mich Scott Snyder auch bei Swamp Thing überzeugt und sonst auch nur gute Noten bekommen.
Der Plot besteht im Prinzip aus Versatzstücken von der ursprünglichen Azrael Geschichte, Hush und Batman R.I.P., wirklich neue Ideen hat Snyder keine und so ist auch schnell klar wer welche Rolle spielt. Die überraschende Wendung in Nummer 10 war somit für mich auch nicht überraschend, sondern leider sehr vorhersehbar.
Das Artwork ist in gewohnter Capullo Qualität, was zum Teil aber zum obigen Problem beigetragen hat.

Spoiler

Bereits in der ersten Ausgabe, wo Lincoln March neu eingeführt wird, ist die Ähnlichkeit mit Bruce so verblüffend das da ein Zusammenhang bestehen muss. Das verdrängt man vielleicht, aber als sich die Geschichte um das „Court of Owls“ verdichtet und klar wird das da sehr einflussreiche Leute hinter stecken ist ebenso klar das dieser Lincoln March verwickelt ist und somit wird auch die Ähnlichkeit wichtiger.
Die Talons erinnern aber doch sehr an Azrael und das jetzt eine wichtige Person aus Bruce Vergangenheit wieder auf taucht und der Böse ist gab es schon in Hush. Das jetzt der Bruder von Bruce, der mal vor Ewigkeiten erwähnt wurde, eine Rolle spielt hatten wir vor gar nicht allzu langer Zeit bei Batman R.I.P., bzw. Return of Bruce Wayne, wo die Andeutung gemacht wird das Dr. Simon Hurt als dieser Bruder ausgegeben worden sein könnte.

Nicht falsch verstehen, Snyder erzählt das ganze spannend und auf sehr flüssige und eingehende Weise, die Wendungen sind zwar vorhersehbar aber auch logisch und die Serie macht trotzdem Spass, es ist aber leider nicht die innovative Geschichte die ich irgendwie erwartet hatte.

3 thoughts on “Batman (2011-) #1 – #10”

  1. Na, dann ist doch alles toll, oder? Ich meine, wenn die Batman-Serie wieder Lesespaß bereitet und zudem sehr gut gestaltet ist… was will man mehr? Eine originelle Story?
    Nun, das hängt immer damit zusammen, wie lange man schon Comics liest. Ganz nach dem Motto „Everything is a remix“ wird es schon zur schwierigen Aufgabe, bei bekannten Figuren neuartige Geschichten zu erzählen.
    Und du hast es selbst angesprochen – „Hush“ ist beispielsweise nicht wirklich originell, hat mir damals beim Lesen aber sehr viel Freude bereitet. Insofern… ist doch irgendwie alles ok. Der Hype mag überzogen sein, aber lesbar ist die Serie allemal. Da habe ich bei Detective Comics oder Nightwing mehr gelitten aufgrund mangelndem Lesevergnügen.

  2. Also ich fand die Ausgabe okay ABER, es ist doch ein wenig einfallslos bzw. Cliche wenn der böse, lang verschollene Bruder auftaucht um sích zu rächen, weil er eine schlechte Kindheit hatte. Gibt es denn keine kreativen Ideen mehr für gelungene Batman-Storys?

  3. Das Problem ist die Erwartungshaltung. Die aktuelle Batman Serie wurde allerorts in den höchten Tönen gelobt und viele meinten auch das sie „besser“ wäre als das von Morrison. Hier bekomme ich aber nur gut kopierte Sachen, wo Morrison wenigstens versucht innovativ zu sein. Das hat dann erstmal meine Erwartung nicht getroffen.

    Gut ist es, keine Frage, nur nicht so gut wie viele getan haben.

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