Todestag von Steve Gerber

Steve GerberHeute vor einem Jahr verstarb Steve Gerber. Damit einer der größen Comicautoren unserer Zeit nicht in Vergessenheit gerät möchte ich an ihn erinnern. Er hat viele (hautpsächlich amerikanische) Comicleser durch Howard the Duck stark geprägt und mir ein besseres Verständniss für amerikanische Politik und Gesellschaft vermittelt. Obwohl ich ihn nie persönlich kennenlernen durfte vermisse ich seine Onlineaktivität und vor allem seine Comics doch sehr.

Black Dossier

lxgbdWeihnachten 2007 bekam ich das Black Dossier von Alex geschenkt und jetzt habe ich es endlich durchgelesen. Das dies so lange gedauert hat, hatte einen guten Grund. Das „Machwerk“ ist kein einfaches Comic sondern ein echtes, gesamtheitliches Kunstwerk. Einige Teile sind sehr entspannend und einfach zu lesen und andere erfordern höchste Konzentration und zudem einiges an Hintergrundwissen über die entsprechende Literaturgattung, wieder andere verlangen das man den bewußten Teil des Gehirns abschaltet um die Geschichte im Unterbewußten aufzunehmen und wieder andere erfordern die Fähigkeit in 3D zu sehen (was leider bei mir nicht so funktioniert). Selten gab es ein Gesamtkunstwerk das so perfekt zusammen spielt, zum Teil so verwirrend und gleichzeitig so erfrischend ist. Moore treibt hier das Konzept Literatur im weitesten Sinne des Wortes zu vermischen zu einem nie dagewesenen Höhepunkt. Conan existiert hier neben den Figuren aus Shakespear, James Bond existiert neben Fanny Hill und Cthulu neben den ersten Superhelden.

Das Comic an sich handelt von der Suche Mina Harkers und Alan Quartermains nach dem „Black Dossier“ das aus der Sicht des britischen Geheimdienstes MI5 die Handlungen der Liga beschreibt. Es wird immer wieder von den eigentlichen Inhalten des Dossies unterbrochen die zum Teil witzig, zum Teil informativ und zum Teil absolut abgefahren sind. Insbesonder bei diesen Inhalten spielt Moore mit nahezu allen verfügbaren Varianten der Literatur.

Diese eingefügten Inhalte waren es auch die mich dazu veranlassten das „Black Dossier“ immer mal wieder weg zu legen und ruhen zu lassen, was interessanterweise dem Lesefluss keinen Abruch tat. Auch nach ein paar Wochen ruhe habe ich immer wieder sehr gut in die Geschehnisse hereingefunden und fand es spannend weiter zu lesen.

Was ich besonders fasziniert hat war das spielerische Umgehen mit der „4 Dimension“. Moore bezieht den Leser auf eine unnachamliche Weise in die Geschichte mit ein und durchbricht damit die „Grenzen“ des Comics wie kein anderer. Das was Morrison immer wieder versucht wirkt für mich im Vergleich dazu eher lächerlich.

Jeder der sich auch nur ansatzweise mit Literatur beschäftigt sollte das Black Dossier gelesen haben, wenn auch nur um zu erkennen das die Grenzen des Machbaren weit außerhalb dem liegen was man sich allgemein vorstellt.

Magic: Ein weiterer Versuch

So, ich hab jetzt mal versucht aus meinen Fehlern zu lernen und ein neues Deck aus meinem Conflux Pool zusammengebaut. Diesmal gehe ich auf Schwarz/Rot/Grün und nutze hier einige Synergien, z.B. zwischen [card]Wild Leotau[/card] und [card]Souls Fire[/card] zudem profietiere ich davon das [card]Volcanic Fallout[/card] den starken grünen Kreaturen nichts anhaben kann.

Mein komplettes Deck gibts im vollständigen Artikel:
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Magic: Eine Fehleranalyse

Ich hatte jetzt ein wenig Zeit darüber nachzudenken was ich bei dem Conflux Prerelease falsch gemacht habe. Ich denke Ein Problem dürfte gewesen sein, das ich die Manakurve nicht richtig ausgenutzt habe. 5 Karten für 1 Mana und 7 für 2 sind einfach zu viele, ich hätte ein wenig mehr stärkere Kreaturen rein packen sollen. Dann hatte ich zu viel „Angst“ auf 5 Farben zu gehen obwohl das in einem Limited Format mit nur 40 Karten Decks sehr viel besser geht als mit 60 Karten. Gerade Karten wie [Card]Executioners Capsule[/Card], [card]Resounding Thunder[/card] und [card]Banefire[/card] wären mehr als nützlich gewesen.

Im vollständigen Artikel habe ich mal meinen kompletten Pool aufgeführt, vielleicht sieht sich ja jemand genötigt mir noch einige Tipps zu geben. Einfach mit der Maus über den Namen fahren und man sieht die Karte.

Achtung, es dauerte eine Weile bis alle Bilder geladen sind.

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Magic: Conflux Prerelease

confluxAm Samstag den 31.1. war es soweit. Nach nahezu 14 Jahren habe ich an meinem ersten offiziellen Magic Turnier teilgenommen. Das ganze fand im Game IT in Giessen statt. Zunächst hatte ich die Befürchtung als „Alter Knacker“ angesehen zu werden, aber das war nicht der Fall. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt. Beim Open Duelling vor dem Prerelease hatte ich das Glück in meinem Bant Intro-Pack zweimal den [Card]Giltspire Avenger[/Card] zu haben und demenstrechend konnte ich hier einige Spiele gewinnen.

Beim PreRelease sah es anders aus. Hier hatte ich zwar mit dem [Card]Empyrial Archangel[/Card] eine der Mythic Rare in meinem Pool aber die mangelnde Erfahrung machts sich doch bemerkbar. Das eine mal wo ich den Erzengel einsetzten konnte hatte mein Gegner eine Runde später ebenfalls einen.

Alles in allem konnte ich nur eine Runde gewinnen, was ich denke primär an meiner vermurksten Manakurve lag. Dies sollte mir eine Lehre für das nächste mal sein.

Im vollen Post noch mein komplette Prerelease Deck.
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Comics KW 4

Dark Avengers 1Diesmal nur eine Woche da viel zusammen gekommen ist. Der geneigte Leser wird zudem feststellen das der Anteil an Marvel Titel beständig wächst was primär an Grant Morrison liegt. Dazu bei den Heften mehr.

Hier die Liste der Hefte, eine Kurzbesprechung der Titel wie gewohnt im vollständigen Artikel.
Conan 7
Hellblazer 251
JLA 29
FC: Superman Beyond 2
The Brave and the Bold 21
Trinity 34
Green Lantern 37
X-Men Legacy 220
War Machine 2
Mighty Avengers 21
Dark Avengers 1
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Iron Man: Armor Wars

Iron Man: Armor WarsDas letzte Weihnachtsgeschenk das ich gelesen habe war Armor Wars, eine der wichtigsten Geschichten um Iron Man. Gerade im Hinblick auf Civil War und die aktuellen Entwicklungen in der neuen Invincible Iron Man Serie sind die Armos Wars einer der prägenden Einschnitte im Leben von Tony Stark (Direkt nach Demon in a Bottle). Als Tony feststellt das seine Technologie gestohlen wurde und sie nun von Superschurken genutzt wird, und sogar Menschen dadurch ums Leben kamen, macht er sich daran diese Technologie unschädlich zu machen. Dabei bekommt er aber mehr und mehr Probleme die dazu führen das er als Tony Stark Iron Man „feuern“ muss und er sogar seine Avenger Mitgliedschaft verliert.

Interessant ist vor allem zu sehen wie damals Comics noch aufgebaut waren. Obwohl es sich hier um ein „Event“ handelte wird in jedem einzelnen Comic nochmal erklärt was bisher geschehen ist, wenn auch in verkürzter Form. Damals hat man noch nicht auf ein Tradepaperback hin produziert sondern primär auf die monatlichen Hefte. Allerdings ist die Qualität des Schreibstiels nicht so schlecht wie man vielleicht vermuten würde. Die Zerrissenheit von Tony bei allem was er tut kommt sehr gut rüber und es ist eben NICHT ein pures Superhelden-Geprügel. Einzig das Ende ist etwas das man heutzutage anders machen würde. Damals waren längerfristige Veränderungen nur bedingt möglich und so ist am Ende der Armor Wars Tony wieder Iron Man und auch sonst hat sich nur wenig geändert.

Iron ManDas Artwork ist gut bis sehr gut. Was vor allem auffällt, ist dass sich in den letzten Jahren primär die Colorierung durch den Einsatz von Computer verbessert hat. Ganz extrem kann man das hier am Cover und dem zugehörigen Bild aus dem Comic sehen. Das Cover so als könnte es komplett aktuell entstanden sein, es wurde aber nur neu coloriert. Die Bewertung bezieht sich daher auch auf die damaligen Möglichkeiten.
8/10

Yes we can

Nun ist es passiert: Barack Obama ist Präsident der Vereinigten Staaten. Der Hype, die Hoffnungen und die Party sind vorbei, nun muss sich in der Realität zeigen ob er wirklich ein Präsident ist der einen Wandel bringt. Bisher hat er bewiesen das er dies enrsthaft versuchen will. Nicht nur das ein offizielles Blog auf der Seite des Weisen Hauses eingerichtet wurde, nein er geht auch die Schliessung von Guantanamo konkret an und zur Zeit geht man davon aus das die schon Ende des Jahres der Fall sein könnten.

Die Punkte die Bush offensichtlich „falsch“ (das Wort benutze ich auch hier nur ungern) gemacht hat lassen sich vielleicht recht einfach korrigerien, aber wie wird es mit Antworten auf die schwierigen Fragen aussehen? Wie kann man der weltweiten Wirtschaftskrise entgegenwirken? Wie die amerikanische Wirtschaft stärken, ohne sich den Zorn des Rest der Welt zuzuziehen? Wie kann man den „Krieg gegen den Terror“ beenden ohne ihn zu verlieren?

Für uns in Deutschland, bzw. in ganz Europa dürfte zudem interessant sein wie sich die Politik in Bezug auf partnerschaftliche Beziehungen und Akzeptanz der Uno ändert. In Sachen Umweltpolitik und Kriegsverbrechertribunal ist Bush da ja einen sehr einsamen Weg gegangen. Ich denke aber das bereits jetzt abzusehen ist das Obama für Europa sicher ein offener, aber kein einfacher Präsident werden wird. Um die wirtschaftlichen Probleme im eigenen Land in den Griff zu bekommen bedarf es auch viel Geld aus Euro-Kassen und somit werden wir die „Partnerschaft“ der USA nicht umsont bekommen können.